Bewerbungsflyer – nützlich oder überflüssig?


Eine bei der Jobbewerbung noch weitgehend unbeachtete Möglichkeit ist das Erstellen eines Bewerbungsflyers.

Dieser kann auf Messen, Jobbörsen und im persönlichen Gespräch an potentielle künftige Arbeitgeber überreicht werden. Für den Jobsuchenden dient ein Bewerbungsflyer damit als Visitenkarte.

Allerdings sollte auch klar sein, dass ein solcher Flyer nicht als Ersatz einer regulären Bewerbungsmappe dienen kann, sondern eher zur Unterstützung. Denn nur ein ansprechend guter Flyer stellt auch eine gute Bewerbung dar.

Sonst lohnt sich der Aufwand nicht. Ein Beispiel ist der Bewerbungsflyer von Hesse/Schrader:

Bewerbungsflyer Wickelfalz

Ein Bewerbungsflyer sollte insgesamt nicht viel größer als eine A4- Seite, die gefaltet worden ist, sein.

Für alle Seiten des Flyers gilt, dass diese übersichtlich gestaltet sein sollten und der Leser auch nicht mit Text erschlagen wird. Die Schriftart sollte möglichst einheitlich und seriös sein. Die Schriftgrößen sollten zwischen 8 (der kleinsten noch lesbaren Schrift; z.B. Verdana, Arial oder Gill Sans) und 14 liegen.
Überschriften werden am besten hervorgehoben.

Bestimmte Inhalte müssen zwingend Teil des Bewerbungsflyers sein.

Eine Seite sollte Name, Kontaktdaten und ein aussagekräftiges Foto enthalten. Auf einer weiteren Seite sollten Informationen zu Ausbildung / Studium, praktischen Erfahrungen und Kenntnissen stehen. Eine dritte Seite könnte zusätzliche Qualifikationen, Stärken oder generell interessante Aussagen zur Person enthalten. Niemals sollte man vergessen anzugeben, für welchen Job bzw. welche Jobbezeichnung man sich bewirbt, sonst ist die Bewerbung unvollständig.

Das Papier darf gerne etwas stärker sein und auch von ordentlicher Qualität. Dadurch wird der Bewerber vielleicht auch qualitativ etwas hochwertiger eingeschätzt.

Bereits im Deckblatt sollte der Leser angeregt werden, im Flyer zu blättern.

Das heißt allerdings nicht, dass dort mit einer platten (Werbe-)Floskel versucht werden sollte, Aufmerksamkeit zu erhaschen. Wie auch bei einer gewöhnlichen Bewerbung sollte hier Interesse geweckt, allerdings auch Sachlichkeit unbedingt gewahrt werden. Je nach relevant zu beurteilender Personeninformation kann auch die Form des Flyers ausgewählt werden. Die häufigsten verwendeten Formen sind hier zu sehen:

Flyer Falzarten Overnightprints

Da das Ziel des Bewerbungsflyers ist, mit jemandem in Kontakt zu treten, sollten die Kontaktdaten unbedingt auf dem Flyer zu finden und auch gut sichtbar sein.
Zusätzlich kann der Hinweis, dass bei Interesse weitere Unterlagen nachgereicht werden können, nicht schaden, weil der Flyer im Normalfall eine Bewerbung nicht ersetzt.

Der Aufwand einen wirklich guten und aussagekräftigen Bewerbungsflyer herzustellen, ist durchaus enorm. Das Erstellen lohnt sich somit eher für das Bewerben für Kreativberufe. Auch auf Jobmessen wäre ein Bewerbungsflyer nicht schlecht.

Allerdings kann es sein, dass die dort Arbeitenden keine Flyer entgegennehmen, weil dies zur Praxis der Unternehmen gehört, um unnötigen Papierverbrauch zu vermeiden. Um dennoch persönlichen Kontakt herzustellen, können die Personen nach einer Visitenkarte gefragt werden oder bereits die gesamte Bewerbung nach Anfrage abgegeben werden.

Dieser Gastbeitrag wird bereitgestellt von Overnightprints.de – Flyer
© Dreibruch-Wickelfalz: Bewerbungsflyer-Beispiel –  berufsstrategie.de
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