Visitenkarten selbst machen mit Magix Grafik Designer


Immer wieder scheitern Existenzgründer weil ihnen das Geld nach der Gründung ausgeht. Mit ein Grund dafür ist, dass man zuerst viel Geld für einen Designer ausgibt, der einem ein Logo und Visitenkarten erstellt.

Versteht mich nicht falsch, das ist grundsätzlich sicher richtig einen Designer zu beauftragen, aber wenn das Geld schon beim Start knapp ist, sollte man erst einen ordentlichen Cash Flow generieren bevor man einen Designer engagiert.

Deshalb: designeselber!

Wie du mit Magix Grafik Designer  Visitenkarten selbst machen kannst:

Zunächst gilt es eine Visitenkarten Vorlage zu erstellen. Falls du Magix Grafik Designer noch nicht installiert hast, solltest du dir jetzt die kostenlose Demoversion herunterladen.

Als erstes  muss ich mir erst einmal im  Klaren sein, bei welcher Online Druckerei ich die Visitenkarten drucken lassen möchte. Eine Auswahl findet ihr in der Sidebar rechts.

Wenn ich zum Beispiel für die  Online Druckerei Print24 entschieden habe, steht fest, dass die Visitenkarten eine Größe von 85mm x 55mm im Querformat haben. Wichtig ist jedoch, welcher Beschnitt angelegt werden soll (siehe auch Visitenkarten Format). Unter dem Reiter Hilfe/Druckdatenguide erfährt man, dass der Randanschnitt (oder Beschnitt) 2mm umlaufend beträgt.

Seitenoptionen einstellen

Für mich bedeutet dies, dass ich dazu ein Dokument im Format 89mm x 59mm anlege.

Wenn du den Magix Grafik Designer zum ersten Mal startest, wird die Standard Vorlage, ein Din A4 Blatt, geladen.

Im Menü DATEI > SEITENOPTIONEN änderst du am besten zunächst die EINHEITEN in Millimeter ab. Auf Übernehmen klicken und sofort die Seitengröße in Benutzerdefiniert 89mm x 59mm Querformat abändern.

Damit ich später die Elemente auf der Visitenkarte sauber ausrichten kann, blende ich das Lineal ein und füge  Hilfslinien ein. Dazu klicke ich zunächst im Menü auf FENSTER > LEISTEN > LINEALE.

Klicke nun mit der rechten Maustaste nacheinander auf das horizontale und vertikale Lineal. Im  Pop-Up Menü kannst du folgende Hilfslinien anlegen:

Vertikal: 0mm, 2mm, 7mm, 82mm, 87mm, 89mm
Horizontal: 0mm, 2mm, 7mm, 52mm, 57mm, 59mm

Du solltest folgendes Bild vor dir haben:

Magix Grafik Designer Visitenkarten Vorlage

Die inneren Hilfslinien helfen, die Elemente später nicht zu nah an den Rand zu setzen. Ich habe hier einen Abstand von 5mm gewählt. 4mm wären auch OK.

Als letztes erweitere ich die Visitenkarten Vorlage um weitere Ebenen. Dafür blende ich zunächst, sofern es standardmäßig nicht eingeblendet ist, die Seiten und Ebenengalerie ein. Ich klicke im Menü auf EXTRAS > GALERIEN > SEITEN und EBENEN-GALERIE. Dann benenne ich die Ebene 1 in ‘Hintergrund’ um und füge noch zwei weitere Ebenen mit den Namen ‘Kontaktdaten’ und ‘Firmenlogo’ hinzu.

Ebenen Galerie

 

In der Magix Grafik Designer Serie, hatte ich bereits ein Logo selbst gemacht, welches ich in die Visitenkarten einbauen möchte.

Dazu öffne ich das erstellte Logo, markiere es und kopiere es in die Zwischenablage mit STRG+C und füge es in der Vorlage in die  Ebene Firmenlogo mit STRG + V ein.

Wenn das  Logo zu groß ist kann man es über die Anfasser verkleinern oder in der Infoleiste die gewünschten Werte eingeben.

Hier im Beispiel habe ich dem Firmenlogo letztendlich eine Breite von 34mm vorgegeben und dann links an den inneren Hilfslinien ausgerichtet.

Zusätzlich füge ich noch eine Hilfslinie am “T” an. Warum? An dieser Hilfslinie richte ich die Kontaktdaten aus.

Dazu gehe ich wie folgt vor. Ich wechsle zunächst in die Ebene Kontaktdaten und klicke in der Hauptwerkzeugleiste auf das  T.

Dann füge eine Textspalte ein indem ich zunächst den Mauszeiger dort positioniere, wo ich mit der Eingabe der  Kontaktdaten beginnen möchte und ziehe mit gedrückter Maustaste einen Rahmen nach rechts. (hier mit ausgeblendeten Hilfslinien).

Dann füge ich die Kontaktdaten ein. Hier mit dem Free Font Sansation. Um die Daten sauber auszurichten, kann man nun mit Tabulatoren, wie bei Word, arbeiten. Wer Details benötigt sollte die Programmhilfe aufrufen.

Den Abkürzungen für Anschrift, Telefon, usw. weise ich einen orangenen Farbton zu. Die Farbtöne hatte ich bereits bei der Logoerstellung ausgesucht.

Im letzten Schritt füge ich noch auf der Ebene Hintergrund einen blauen Rahmen ein. Das Ergebnis sieht in etwa so aus.

Nun muss man noch alle RGB Farben in CMYK Farben umwandeln. Das geht mit einem Klick.

Dazu wähle ich DATEI > SEITENOPTIONEN und dann den Reiter ANSICHT und wähle Lokale Farben bearbeiten in CMYK Farbmodell.

Im erstem Moment scheint sich nicht zu ändern. Wenn man aber im Menü FENSTER > DRUCKERFARBEN ANZEIGEN > DRUCKFARBEN SIMULIEREN aufruft sieht man wie das Ergebnis in etwa im Druck aussehen würde:

Warum die Farben so dunkel heraus kommen, erkennt man, wenn man das Quadrat anklickt und den Farbeditor aufruft.

Bei einem Schwarz Anteil von 55,3% wird einem klar, warum die Farben im Druck so dunkel herauskommen würden.

Und nun?  – Nun hat man zwei Möglichkeiten:

1.) Man ändert die  Farben nach Gefühl, in dem man zum Beispiel die  Farbe Schwarz auf 20% reduziert, oder

2.) und das ist die bessere Alternative, man kauft oder leiht sich ein CMYK Farbwerte Buch und bestimmt die CMYK Farben exakt.

Und die Konsequenz daraus?
Wenn man Visitenkarten selbst machen möchte, sollte man schon von Beginn an die Blanko Visitenkarte in CMYK anlegen und die Farben entsprechend auswählen.